Dresdner Saxophonmesse

XII. Dresdner Saxophonmesse: 30.10.–03.11.2013

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XIV. Dresdner Saxophonmesse – eine Veranstaltungsreihe über 25 Jahre

Eine Veranstaltungsreihe begeht ein Jubiläum: die Dresdner Saxophonmesse! 1992 als Hausmesse in den Geschäftsräumen von Instrumentenbaumeister Norbert Walsch begonnen, besteht dieses Projekt nun 25 Jahre. Inzwischen bündelt die nunmehr XIV. Dresdner Saxophonmesse die Kräfte mehrerer Beteiligter im Jazzclub TONNE, um so die Saxophone in gebührender Weise zu präsentieren und zu würdigen. Erst wenige Wochen zuvor konnte Instrumentenbaumeister Norbert Walsch sein 30-jähriges Firmenjubiläum feiern. Und auch bei den Saxophonen muss man ein Jubiläum von 175 Jahren nennen. Adolphe Sax war mit seinem neu entwickelten Instrument von Brüssel nach Paris ins damalige Zentrum des Instrumentenbaus übergesiedelt und konnte es Hector Berlioz vorstellen. Dieser lobte das Instrument in einem Zeitungsartikel am 13.03.1842 in überschwänglichen Worten und brachte damit die Saxophone auf die Bühne dieser Welt.

Ein umfangreicher Überblick aktueller Instrumente, präsentiert von Instrumentenbau Walsch, und eine bunte Sammlung von Sondermodellen und seltenen Bauformen aus dem SAXSTALL werden eingerahmt von einem spannenden Konzertprogramm des Jazzclub TONNE. Hier sind die Studenten der Hochschule für Musik mit ihren neuen Ideen genauso zu hören wie der junge, etablierte Jazz von Stephanie Lottermoser oder Marius Neset in ihrer jeweils eigenen Art. Auch DEEP SCHROTT als das einzige Basssaxophonquartett des Universums wird die TONNE in große Schwingung versetzen.

Für jene, die selbst gern Saxophon spielen möchten, gibt es verschiedene Angebote. Ein Schnupperkurs für Neugierige sowie ein Workshop für lernende Saxophonisten bieten hier Gelegenheit. Und fortgeschrittene Spieler können einmal selbst probieren, die gewaltigen Klänge von DEEP SCHROTT auf ihr eigenes Instrument zu übersetzen. Insgesamt bietet auch die diesjährige Saxophonmesse ein abgerundetes und vielfältiges Programm, dem viel Gelingen und Publikum zu wünschen ist.


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30 Jahre Instrumentenbau Walsch – 25 Jahre Dresdner Saxophonmesse

„Was den Beruf für mich eigentlich interessant macht, ist die Vielfältigkeit der Arbeit und der Kontakt mit dem Kunden – letztlich das tatsächliche Ergebnis, dass jemand mit Freude Musik macht.“ Während Norbert Walsch im Porträtfilm diese Worte spricht, schraubt er an einer Schülertrompete aus seiner Werkstatt. Dann übergibt er sie dem zukünftigen Besitzer, einem 10-jährigen Jungen.

Als Norbert Walsch 1979 die Lehre beim Leipziger Meister Friedbert Syhre begann, war es in der DDR keineswegs selbstverständlich, einen eigenen Betrieb zu eröffnen. Allerdings konnte die DDR Orchester wie die Dresdner Staatskapelle international vermarkten und brauchte dafür im Instrumentenbau eine Basis. Somit war der Weg für Norbert Walsch vorgezeichnet und er legte im Mai 1986 die Prüfung als Metallblasinstrumentenbauermeister ab.

Die Betriebsgründung gestaltete sich unter den Verhältnissen der DDR schwierig. Viele leer stehende Gewerberäume wurden amtlich verwaltet. Aber die nötige Zuweisung wurde nicht erteilt. Werkzeuge zu kaufen glich einem Glücksspiel, dagegen verhalf handwerklicher Zusammenhalt zu abenteuerlichen Erfolgsgeschichten. Die damalige Genossenschaftskasse, der man zugeordnet wurde, vergab ein Gründerdarlehn fast ohne Absicherung und Zinsen. Nach zwei Jahren Vorbereitung konnte im September 1987 die Werkstatt eröffnet werden.

Begann Norbert Walsch ausschließlich mit Reparaturen, änderte sich mit der friedlichen Revolution 1989 auch für seinen Betrieb vieles. Eine Verkaufsabteilung wurde aufgebaut und durch neues Material versucht, die Reparaturaufträge besser zu bedienen. Doch 1991 ging die Nachfrage drastisch zurück, sodass neue Geschäftsfelder gesucht werden mussten. Der Neubau von Trompeten wurde für die Lehrausbildung ein gutes Lernobjekt.

Sehr erfolgreich gestaltete sich die Hinwendung zum Saxophon. Gemeinsam mit interessierten Kunden erarbeitete sich Meister Walsch die erforderlichen Kenntnisse sowie ein gutes Verkaufsangebot. Die „I. Dresdner Saxophonmesse“ im Mai 1992 stellte diesen neuen Schwerpunkt in der Öffentlichkeit vor. Seit Herbst 1993 wiederholte er die Saxophonmesse alle zwei Jahre als kulturelles Gesamtkonzept.

Heute erwartet den Kunden in den 2003 neu bezogenen Räumen eine persönliche Beratung und Dienstleistung zu seinem geliebten oder neuen Blasinstrument. Meister Walsch betreibt die Werkstatt mit ein bis zwei Teilzeitkräften.

Norbert Walsch ist 54 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. In seiner Freizeit spielt er in einem Saxophonquartett.


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